Archive for the 'Journalismus' Category

Die “Merkelgarantie”: Die Spareinlagen sind sicher!

Bundeskanzlerin Merkel: “Die Sparer haben nichts zu befürchten”
05.10.2008, anlässlich der weltweiten Finanzkrise.
Bundeskanzlerin Merkel: “Ich sage es nochmals: Diese Erklärung gilt!”
08.10.2008 im deutschen Bundestag.

Das erinnert an zwei weitere Politikeraussagen, die zwischenzeitlich in die Geschichte eingingen:

Norbert Blüm: “Die Rente ist sicher!”
Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 13/92 vom 07.03.1996
Selten hat ein politischer Satz so an Glaubwürdigkeit verloren wie diese Äußerung des damaligen Arbeits- und Sozialministers.

Helmut Kohl: „Durch eine gemeinsame Anstrengung wird es uns gelingen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen schon bald wieder in blühende Landschaften zu verwandeln, in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt.“
Kohl in seiner Fernsehansprache zur Einführung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland am 1. Juli 1990.

Ministerpräsidentenkonferenz formuliert neue Online-Regeln für ARD und ZDF

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben einen Entwurf für die 12. Änderung des Rundfunkstaatsvertrags verabschiedet. Demnach sollen die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender nur noch „sendungsbezogene“ Angebote ins Netz stellen. Sie dürfen keine „elektronische Presse“ darstellen.

Internettexte über Fernsehsendungen dürfen den Entwurf zufolge weiterhin sieben Tage online stehen. Größere Sportereignisse, beispielsweise Olympische Spiele oder Pokalspiele, sollen grundsätzlich 24 Stunden im Netz bereitgestellt werden. Es soll keine Kontaktbörsen, Beratungsdienste oder Freizeittipps im Internet bei den Sendern geben.

Der heutige Beschluss stellt zunächst nur ein Arbeitspapier dar, das die Ministerpräsidenten vor Einreichung bei den Landesparlamenten erst noch mit der EU-Kommission beraten wollen. Die EU hatte gegen Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, das seitdem pausiert, damit Deutschland sich den europäischen Regelungen anpassen kann.

Der Zeitungsverlegerverband BDZV kritiserte den Entwurf scharf mit dem Hinweis, er enthalte lediglich im Bereich der nicht-sendungsbezogenen Telemedien eine klare Absage an lange Text- und Fotoangebote der öffentlich-rechtlichen Anstalten im Internet. Solange das Etikett „Sendungsbezug“ gegeben sei, stellten die Sender weiterhin eine Konurrenz zu Webportalen der Sender dar. Der BDZV-Präsident verlangt aus Brüssel ein Machtwort.

Der Verband der Zeitschriftenverleger VDZ dagegen zeigte sich mit dem Zwischenergebnis zufrieden. Er begrüßte, dass die Ministerpräsidentenkonferenz nach den EU-Konsultationen auch mit den Verlegern noch Gespräche führen wolle.

Die Verleger von beiden Printgattungen hatten in den letzten Monaten immer wieder bekräftigt, dass das Engagement von ARD und ZDF in Konkurrenz mit den Internetportalen der Verlage stünde, es jedoch dadurch zu einer erheblichen Wettbewerbsverzerrung komme, dass die Sender sich aus dem GEZ-Topf der Rundfunkgebühren bedienen könnten, die Verleger dagegen eine private Finanzierung leisten müssten.

Sturm der Liebe macht süchtig – zurecht DIE erfolgreichste deutsche Telenovela


Sturm der Liebe (SDL), ein TV-Serienname der zugegebenermaßen kitschig klingt und eine bessere Bezeichnung verdient hätte, knüpft mit einem intelligenten und wohl durchdachten Konzept an alte Elemente erfolgreicher Dauerserien wie „Dallas“ oder „Der-Denver-Clan“ (Dynasty) an ohne diese zu kopieren. Wer ein Fan von „Dallas“ war (obwohl „Dallas“ zum Genre der echten Serie gehört), wird „Sturm der Liebe“ gleichermaßen lieben, fast könnte man schon sagen, dass „Sturm der Liebe“ das deutsche „Dallas“ ist, wenngleich es nicht um Öl sondern um Familiengeschichten rund um ein Luxushotel geht. Telenovela heißt: Jeden Tag wird ein neues Serienkapitel aufgeschlagen und erzählt. Deshalb hat es die US-Serie bei einem wöchentlichen Sendeformat in etwa 10 Jahren nur auf rund 350 Folgen gebracht, was man mit 750 Folgen bis Ende 2008 bei Sturm der Liebe bereits nach 3 Jahren schaffen wird. Derzeit ist die Serie bis Folge 1070 konzipiert (Stand Januar 2009).
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GEZ und kein Ende! (Untertitel: GEZ vs Medienabgabe)


Um es gleich vorweg zu sagen, die GEZ muss weg und der Rundfunkstaatsvertrag (insbesondere der Rundfunkgebührenstaatsvertrag) muss umgekrempelt werden, und zwar heftig. Genügend ist bereits an vielen Stellen diskutiert worden, dass die GEZ ihre Daseinsberechtigung hätte, bzw. aus bestimmten Gründen weg müsse. Man könnte gerade meinen, dass das Bundesverfassungsgericht mit der GEZ unter einer Decke steckt (wie das Urteil vom 11.09.2007 über die “Richtigkeit” von höheren Geldforderungen der KEF -Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten- seitens ARD/ZDF/Deutschlandfunk zeigt), die derzeitigen Ministerpräsidenten Medienexperten seien (sie sind es ausnahmslos nicht) und deshalb ihre meist inkompetenten Halbwahrheiten in bezahlten Rundfunkratspöstchen von sich geben wollen (rund 400 Euro pro Sitzung und Person, d.h. 2 Stunden “arbeiten/sitzen” bringt mehr Geld als ein Hartz IV-Empfänger pro Monat erhält, man darf das auch mal offen aussprechen!) und der Deutsche blind, taub und in masochistischer Unterwürfigkeit alles über sich ergehen lässt (die Liste der Grausamkeiten ließe sich beliebig verlängern).
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G8, Politik und Medien: Alles “Ernsthaft in Betracht ziehen”


Die Frankfurter Rundschau schreibt heute:
“Der in Heiligendamm ausgehandelte Text nimmt unter anderem positiv Bezug auf die Ziele der EU-Länder, Japans und Kanadas, wonach bis zum Jahr 2050 der Ausstoß an Kohlendioxid “mindestens” um die Hälfte reduziert werden soll. Dieses Ziel sei “ernsthaft in Betracht zu ziehen”.

Das ist doch der blanke Hohn. Das heißt für mich, es wurden 125 Mio. Euro ausgegeben (wenn man nachrechnet kommt man vermutlich auf 250 Mio. €) und nichts ist passiert. Wenn ich jemandem auf die freundliche Tour absagen will, dann sage ich eben “ich denke drüber nach”, “mal sehen” oder “ich ziehe es in Betracht”. Alles Schönrederei.
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MJ Issue 01

Der Medienjournalist, Ausgabe 01

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Aus dem Inhalt:

Markenkommunikation im DVD- und Boxset

Marktsegment

Grandiose Marketingstrategie oder Instabilität derMarken?

Käufergruppen zwischen inneren Bedürfnissen und äußerer Informationsüberflutung zeigen sich irritiert.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -Ein Handbuch

Öffentlichkeitsarbeit, Krisenkommuniaktion, Medienarbeit

Betriebliche Kommunikation, Kommunikationsmanagement

Publikumsarbeit

2,00 €, Format: Adobe pdf 6

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Honorarleitfaden für freie Fachjournalisten: Deutscher Fachjournalisten-Verband empfiehlt Stundensätze

Berlin, 14.03.2007 – Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) veröffentlicht erstmals Honorarempfehlungen für freie Journalisten. Die Besonderheit der Honorarempfehlungen liegt in der ausschließlichen Abrechnung nach Stundensätzen anstelle von Zeilen- oder Seitenhonoraren.
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Neue Honorarregelungen machen freie Journalisten unfrei: DFJV mahnt Axel Springer AG ab

Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) hat am 12. Februar 2007 der Axel Springer AG per anwaltlichem Schreiben eine Abmahnung zukommen lassen. Grund dafür sind die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die künftig Honorarfragen zwischen dem Axel Springer-Konzern und freien Journalisten und Fotografen regeln sollen.

Die neuen Honorarregelungen, die freien Journalisten und Fotografen von Springer seit Januar zugehen, bedeuten erhebliche Verschlechterungen für die freien Mitarbeiter und verstoßen nach Ansicht des DFJV gegen das Urhebergesetz. So räumt sich der Verlag selbst unbeschränkte räumliche, zeitliche und inhaltliche Nutzungs- und Verwertungsrechte ein, ohne dies entsprechend zu honorieren. Diese Rechte sollen laut den neuen Bestimmungen sogar dann gelten, wenn die Texte und Bilder zu Werbe- oder Marketingzwecken genutzt werden. Für Fotografen entsteht vor allem bei Personenfotos ein unkalkulierbares Risiko, wenn Springer diese Fotos anschließend zu Werbezwecken einsetzt.
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Fall Cicero: Will das Bundesjustizministerium die Pressefreiheit einschränken?

Berlin 27.11.06 – Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) zeigt sich besorgt über die Haltung des Bundesjustizministeriums zur Pressefreiheit in Deutschland. Anlass dafür sind die Äußerungen des Justizstaatssekretärs Lutz Diwell, es sei „keinesfalls erforderlich, Journalisten von der Strafbarkeit der Beihilfe zur Verletzung eines Dienstgeheimnisses auszunehmen“. Hintergrund dieser aus Sicht des DFJV problematischen Aussage ist der Beginn der Verhandlungen zum Fall „Cicero“ vor dem ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts. Die Redaktion der Politzeitschrift und die Privaträume eines Autors wurden im September 2005 auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Potsdam durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt, nachdem die Zeitschrift in einem Bericht aus einem internen Papier des Bundeskriminalamtes zitiert hatte. Der Chefredakteur legte daraufhin zwei Verfassungsbeschwerden ein.
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DER Blog oder DAS Blog?


Vor kurzem bekam ich eine Reaktion auf einen Fachartikel über “Social Commerce” der mich zu Nachdenken anregte. Man schrieb mir: “Allerdings nennen Sie das ‘Online-Tagebuch’ fälschlicherweise DER Blog. Es ist aber tatsächlich DAS Blog. Ich muss zugeben, dass ich es auch erst bei einer Web 2.0 Komponente (Wikipedia) nachlesen musste.”

Hatte ich mir doch vor der Veröffentlichung viele Gedanken gemacht, ob der Artikel “DER” für den Blog richtig ist. Gefühlsmäßig ist “das Blog”, abgeleitet von “das Weblog” sicherlich richtig. Aber Wikipedia ist nun mal kein offizielles (nach DUDEN-Gesichtspunkten) immer richtiges Nachschlagewerk. Zuletzt kam Wikipedia wegen vieler Manipulationen (besonders in USA, aber auch hier in Deutschland) in ein schlechtes Licht. Wikipedia ist ja quasi “Open Source” und die, die da was zu sagen oder schreiben haben, wissen -mit Verlaub- auch nicht immer alles, selbst wenn das Wiki ein kontrolliertes Wiki ist, das ich selbst auch immer wieder lese. Man sollte das Wiki aber trotzdem mit der nötigen skeptischen Distanz benutzen.
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