Begrenzte elektronische Presse für Rundfunkanstalten

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben einen Entwurf für die 12. Änderung des Rundfunkstaatsvertrags verabschiedet. Demnach sollen die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender nur noch “sendungsbezogene” Angebote ins Netz stellen. Sie dürfen keine “elektronische Presse” darstellen.

Internettexte über Fernsehsendungen dürfen den Entwurf zufolge weiterhin sieben Tage online stehen. Größere Sportereignisse, beispielsweise Olympische Spiele oder Pokalspiele, sollen grundsätzlich 24 Stunden im Netz bereitgestellt werden. Es soll keine Kontaktbörsen, Beratungsdienste oder Freizeittipps im Internet bei den Sendern geben.

Der heutige Beschluss stellt zunächst nur ein Arbeitspapier dar, das die Ministerpräsidenten vor Einreichung bei den Landesparlamenten erst noch mit der EU-Kommission beraten wollen. Die EU hatte gegen Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, das seitdem pausiert, damit Deutschland sich den europäischen Regelungen anpassen kann.

Der Zeitungsverlegerverband BDZV kritiserte den Entwurf scharf mit dem Hinweis, er enthalte lediglich im Bereich der nicht-sendungsbezogenen Telemedien eine klare Absage an lange Text- und Fotoangebote der öffentlich-rechtlichen Anstalten im Internet. Solange das Etikett “Sendungsbezug” gegeben sei, stellten die Sender weiterhin eine Konurrenz zu Webportalen der Sender dar. Der BDZV-Präsident verlangt aus Brüssel ein Machtwort.

Der Verband der Zeitschriftenverleger VDZ dagegen zeigte sich mit dem Zwischenergebnis zufrieden. Er begrüßte, dass die Ministerpräsidentenkonferenz nach den EU-Konsultationen auch mit den Verlegern noch Gespräche führen wolle.

Die Verleger von beiden Printgattungen hatten in den letzten Monaten immer wieder bekräftigt, dass das Engagement von ARD und ZDF in Konkurrenz mit den Internetportalen der Verlage stünde, es jedoch dadurch zu einer erheblichen Wettbewerbsverzerrung komme, dass die Sender sich aus dem GEZ-Topf der Rundfunkgebühren bedienen könnten, die Verleger dagegen eine private Finanzierung leisten müssten.

11uhr20

11uhr20
Wer wie ich zu den Fans von Blacky Fuchsberger gehört, sieht den Film sicherlich mit anderen Augen, als ein Zuschauer, der einen spannenden Film erwartet. Spannung? Da war doch was! Ich erinnere mich, als ich den Dreiteiler in den frühen Siebzigern gesehen hatte und “Hin und Weg” war. Lange zählte der Film für mich zu einem der spannendsten Filme, in denen Blacky Fuchsberger mitgespielt hat. Aber wie so oft im Leben geht auch über dieses Werk der Zeitgeist hinweg. Ich muss zugeben, dass mich der Film heute nicht mehr von Hocker reißt. Was bleibt, ist eine schöne Erinnerung mit einem netten Zeitdokument der 60er Jahre. Also ein absolutes Muß für Fans dieser Zeitperiode.
“11uhr20” weiterlesen

Derrick Collector's Box, Folge 1 – 15

Derrick Collectors Box 1-15Na bitte, es geht doch! Manchmal braucht es doch zwei Anläufe

34 Jahre nach der Erstausstrahlung von Folge 1 kommt – nach dem in 2004 zurecht gefloppten Versuch weniger DVD-Veröffentlichungen – eine akzeptable DVD Collectors-Box auf den Markt!

Die 5-DVD-Collectors-Box enthält die ersten 15 Folgen der Kultserie Derrick in chronologischer Reihenfolge. Das Verpackungsdesign kommt in einem Digipack und Pappschuber daher. Das Digipack kann zweimal aufgeklappt werden (2-Bruch-Wickelfalz) und enthält 2×2 DVD’s sowie 1×1 DVD pro Seite. Ein Booklet mit weiterführender Information ist nicht enthalten. Die Hintergrundgestaltung der transparenten Trays besteht aus 3 ganzseitigen Fotos, die aus verschiedenen Filmszenen entnommen wurden. Das Design ist ansprechend und schön. Die einzelnen DVD’s sind 5-farbig im Offset-Druckverfahren bedruckt. Dieses Druckverfahren liefert scharfe Fotos, auch hier gibt es entnommene Filmszenen der jeweiligen Folgen, gedruckt mit glatten, brillant wirkenden Oberflächen. Der Pappschuber ist mit dem Schriftzug Derrick auf der Vorderseite hochgeprägt.
“Derrick Collector's Box, Folge 1 – 15” weiterlesen

Sturm der Liebe

Sturm der Liebe (SDL), ein TV-Serienname der zugegebenermaßen kitschig klingt und eine bessere Bezeichnung verdient hätte, knüpft mit einem intelligenten und wohl durchdachten Konzept an alte Elemente erfolgreicher Dauerserien wie “Dallas” oder “Der-Denver-Clan” (Dynasty) an ohne diese zu kopieren. Wer ein Fan von “Dallas” war (obwohl “Dallas” zum Genre der echten Serie gehört), wird “Sturm der Liebe” gleichermaßen lieben, fast könnte man schon sagen, dass “Sturm der Liebe” das deutsche “Dallas” ist, wenngleich es nicht um Öl sondern um Familiengeschichten rund um ein Luxushotel geht. Telenovela heißt: Jeden Tag wird ein neues Serienkapitel aufgeschlagen und erzählt. Deshalb hat es die US-Serie bei einem wöchentlichen Sendeformat in etwa 10 Jahren nur auf rund 350 Folgen gebracht, was man mit 750 Folgen bis Ende 2008 bei Sturm der Liebe bereits nach 3 Jahren schaffen wird. Derzeit ist die Serie bis Folge 1070 konzipiert (Stand Januar 2009).
“Sturm der Liebe” weiterlesen

GEZ und kein Ende! (Untertitel: GEZ vs Medienabgabe)

Um es gleich vorweg zu sagen, die GEZ muss weg und der Rundfunkstaatsvertrag (insbesondere der Rundfunkgebührenstaatsvertrag) muss umgekrempelt werden, und zwar heftig. Genügend ist bereits an vielen Stellen diskutiert worden, dass die GEZ ihre Daseinsberechtigung hätte, bzw. aus bestimmten Gründen weg müsse. Man könnte gerade meinen, dass das Bundesverfassungsgericht mit der GEZ unter einer Decke steckt (wie das Urteil vom 11.09.2007 über die “Richtigkeit” von höheren Geldforderungen der KEF -Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten- seitens ARD/ZDF/Deutschlandfunk zeigt), die derzeitigen Ministerpräsidenten Medienexperten seien (sie sind es ausnahmslos nicht) und deshalb ihre meist inkompetenten Halbwahrheiten in bezahlten Rundfunkratspöstchen von sich geben wollen (rund 400 Euro pro Sitzung und Person, d.h. 2 Stunden “arbeiten/sitzen” bringt mehr Geld als ein Hartz IV-Empfänger pro Monat erhält, man darf das auch mal offen aussprechen!) und der Deutsche blind, taub und in masochistischer Unterwürfigkeit alles über sich ergehen lässt (die Liste der Grausamkeiten ließe sich beliebig verlängern).
“GEZ und kein Ende! (Untertitel: GEZ vs Medienabgabe)” weiterlesen

GEMA Mitgliederversammlung 2007

GEMA Logo

Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte – GEMA vertritt Komponisten, Textdichter, Songschreiber und Musikverleger. Hinter der GEMA stehen über 61.000 Mitglieder. Die GEMA vertritt im Wettbewerb mit anderen Verwertungsgesellschaften das gesamte Weltrepertoire an urheberrechtlich geschützter Musik. Die Nutzung von Werken des GEMA-Repertoires im Internet oder anderen Netzen ist gebührenpflichtig. Dies betrifft den Download des Werkes auf eine Festplatte genauso, wie das Anhören der Werke – das Streaming. Die Tarife sind auf der Website der GEMA unter dem Punkt Online bereitstellen veröffentlicht.
“GEMA Mitgliederversammlung 2007” weiterlesen

G8, Politik und Medien: Alles "Ernsthaft in Betracht ziehen"

Die Frankfurter Rundschau schreibt heute:
“Der in Heiligendamm ausgehandelte Text nimmt unter anderem positiv Bezug auf die Ziele der EU-Länder, Japans und Kanadas, wonach bis zum Jahr 2050 der Ausstoß an Kohlendioxid “mindestens” um die Hälfte reduziert werden soll. Dieses Ziel sei “ernsthaft in Betracht zu ziehen”.

Das ist doch der blanke Hohn. Das heißt für mich, es wurden 125 Mio. Euro ausgegeben (wenn man nachrechnet kommt man vermutlich auf 250 Mio. Euro) und nichts ist passiert. Wenn ich jemandem auf die freundliche Tour absagen will, dann sage ich eben “ich denke drüber nach”, “mal sehen” oder “ich ziehe es in Betracht”. Alles Schönrederei.
“G8, Politik und Medien: Alles "Ernsthaft in Betracht ziehen"” weiterlesen

MJ Issue 01

Der Medienjournalist, Ausgabe 01

Aus dem Inhalt:

  • Markenkommunikation im DVD- und Boxset
  • Marktsegment
  • Grandiose Marketingstrategie oder Instabilität der Marken?
  • Käufergruppen zwischen inneren Bedürfnissen und äußerer Informationsüberflutung zeigen sich irritiert.
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Ein Handbuch
  • Öffentlichkeitsarbeit, Krisenkommuniaktion, Medienarbeit
  • Betriebliche Kommunikation, Kommunikationsmanagement
  • Publikumsarbeit

E-Journal (PDF), Preis: 2,00 €

RSS-Feed zu dieser Kategorie

Neue Honorarregelungen machen freie Journalisten unfrei: DFJV mahnt Axel Springer AG ab

Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) hat am 12. Februar 2007 der Axel Springer AG per anwaltlichem Schreiben eine Abmahnung zukommen lassen. Grund dafür sind die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die künftig Honorarfragen zwischen dem Axel Springer-Konzern und freien Journalisten und Fotografen regeln sollen.

Die neuen Honorarregelungen, die freien Journalisten und Fotografen von Springer seit Januar zugehen, bedeuten erhebliche Verschlechterungen für die freien Mitarbeiter und verstoßen nach Ansicht des DFJV gegen das Urhebergesetz. So räumt sich der Verlag selbst unbeschränkte räumliche, zeitliche und inhaltliche Nutzungs- und Verwertungsrechte ein, ohne dies entsprechend zu honorieren. Diese Rechte sollen laut den neuen Bestimmungen sogar dann gelten, wenn die Texte und Bilder zu Werbe- oder Marketingzwecken genutzt werden. Für Fotografen entsteht vor allem bei Personenfotos ein unkalkulierbares Risiko, wenn Springer diese Fotos anschließend zu Werbezwecken einsetzt.
“Neue Honorarregelungen machen freie Journalisten unfrei: DFJV mahnt Axel Springer AG ab” weiterlesen